18.02.2026

Sprungbrett für die künstlerische Karriere

Jury berät über 124 Einsendungen für den 9. Eb-Dietzsch-Kunstpreis
(NG/18.02.2026 von Wolfgang Hesse)


Gera (NG). „Für mich hat der erste Preis beim Kunstwettbewerb in Jahre 2008 alles sehr positiv verändert", erinnert sich Yvette Kießling aus Leipzig. „Ich hatte gerade das Studium beendet und die Auszeichnung war das Wichtigste für meine Künstlerkariere. Es war die Initialzündung." In diesem Jahr nimmt die Künstlerin das erste Mal als Jurorin beim Wettbewerb teil. Inzwischen bietet sie in Galerien in Hamburg, Frankreich und Zürich ihre Arbeiten an. Heute besitzt sie ein Atelier in der Leipziger Baumwollspinnerei. „Ich freue mich und bin gespannt. Es ist mir eine absolute Ehre, dabei zu sein", so Yvette Kießling.
Zusammen mit den weiteren acht Juroren bestand die erste Aufgabe darin, aus den Bewerbungen 60 Einsendungen für den Eb-Dietzsch Kunstpreis für Malerei zu nominieren. „Wir waren überrascht und erfreut über 124 Einsendungen", freut sich Dr. Matthias Hager, der Vorsitzende des Vereins Eberhard (Eb)-Dietzsch-Kunstfreunde aus Gera. „Berlin mit 18 und Wien mit elf Bewerbungen liegen dabei ganz vorn in der Beteiligung. Aus insgesamt 90 Orten in Deutschland, Österreich und der Schweiz erhielten wir Einsendungen", so Hager. Zwei seien sogar aus den USA eingegangen. Die Nationalitäten der Künstler reichen rund um die Welt und zeigen deutlich das Interesse an diesem Kunstpreises in Gera. „Diese spannende Auswahl in diesem Jahr zeigt Motive des Gegenständlichen und weniger Abstraktes", ergänzt Andreas Hartmann von Verein. Er findet, dass der Eb-Dietzsch Kunstpreis ein unterbewertetes Kunstereignis für Gera sei, obwohl er eigentlich ein bedeutender kultureller Höhepunkt für die Stadt ist.
Die Schirmherrschaft hat Oberbürgermeister Kurt Dannenberg übernommen, der auch mit einem Grußwort im Katalog vertreten sein wird. Verleger Erhard Lemm, der eigentliche Begründer dieses Preises, ist 2024 verstorben. „Aus diesem Grunde werden wir zu seinem Gedenken den Erhard-Lemm-Preis als Sonderpreis der Eberhard (Eb)-Dietzsch-Kunstfreunde e.V. im Wert von 1.000 Euro vergeben", so Matthias Hager. Die Sparkasse Gera-Greiz stiftet den 1. (2.500 Euro), 2. (1.500 Euro) und 3. Preis (1.000 Euro) sowie der Lions Club Gera einen weiteren Sonderpreis (1.000 Euro).
„Für uns, die aktiven Mitgliedern des Vereins, wird es immer schwieriger, die Vorbereitungen auf dem Kunstpreis zu stemmen. Drei treue Helfer haben uns seit der 8. Auflage verlassen", so Andreas Hartmann. Er hofft sehr und wünscht sich, dass in zwei Jahren der 10. Kunstpreis vergeben werden kann.
Doch vorerst heißt es die besten Arbeiten aus dem 60 Nominierten auszuwählen. Die Originale werden in den nächsten Wochen in der Galerie Heinrichstraße 11 eintreffen. Sobald die Jury die Preisträger gekürt hat, werden die Preise am 1. April 2026 vergeben. Alle 60 nominierten Arbeiten zusammen mit den Preisträgern werden danach im Obergeschoss des Kundenbereiches der Sparkasse Gera-Greiz in der Schlossstraße 11 bis zum 20. Mai zu sehen sein.







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